
Aufräumen vs. Ordnung.
Was ist der Unterschied?
Ich räume doch immer auf…
mal schnell hier ein bisschen, so zwischendurch, gefühlt den ganzen Tag….
…aber irgendwie werde ich nie fertig.
Lass uns mal genauer hinschauen.
Wie entsteht eigentlich Durcheinander? Also, so ein RICHTIGES …
Eines, bei dem die Tüten und Taschen vor den Schränken stehen bleiben. Die Papierflut deinen Schreibtisch inzwischen völlig verdeckt. KRAM und KREMPEL lebt gerne gesellig. Wo schon etwas steht stranden schnell noch weitere Dinge.
Irgendwann wird der Berg der herumliegenden und unerledigten Aufgaben so richtig groß.
Und wie kann ich dann Aufräumen?
Nochmal ganz kurz:
„Das tägliche Aufräumen – das ist das, was du machst, wenn du deine Bücher, Kleidung oder Küchenutensilien wieder an ihren Platz legst“
Und hier wird es spannend... Denn sind wir mal ehrlich. Ich habe gerade gar keinen richtigen Platz für die Dinge. Deshalb landen sie auf die Schnelle einfach irgendwo.
Und jetzt???
Organisiere dein Zuhause neu
Beim Neuordnen geht es darum, zu entscheiden was ich brauche und wirklich mag. Und ich gebe jedem Gegenstand einen festen Platz, an dem er „wohnen“ darf.
Ja, du hörst richtig – deine Sachen bekommen ein eigenes Zuhause. Und wenn du es einmal richtig machst, wirst du merken, wie einfach das tägliche Aufräumen sein kann.
Und noch etwas: wenn alle Dinge „ihren“ Platz haben, legst Du sie immer öfter auch direkt wieder an „ihren“ Platz.
Ach ja und das Aufräumen… das geht nun ganz fix zwischendurch 😊
Wieso stresst Unordnung?
( Wie ich den Krempel rauswarf und das Glück reinließ )
Foto´s, Kleidung, Hobby´s aus vergangenen Zeiten. Kinder oder Partner, die ausziehen, lassen Kartonweise Dinge zurück. Der Haushalt der Eltern wird aufgelöst. Umzug. Trennung. Im Stress.
Keine Idee wohin damit… also fix irgendwo hingestellt.
Post wird erledigt, aber zur Ablage fehlt die Zeit oder das System.
Viele Dinge stranden bei uns und bleiben einfach.
Und täglich tragen wir selbstverständlich neue Dinge in unsere Wohnung/Haus. Weil wir sie brauchen, weil wir denken, dass sie nützlich sind, warum auch immer...
So wächst still und heimlich ein Berg.
Von Aufgaben und Dingen, die dir täglich zuflüstern:
Und die Sätze beginnen mit:
Du sollst…
Du musst…
Du musst mich...
wegbringen, aufräumen, reparieren, verkaufen, verschenken, benutzen.
Und jeder einzelne Gegenstand erzählt auch noch seine Geschichte…
… von Glück, von Trauer, von schönen Momenten, von Pleiten und Pannen, von Menschen die ich mag und von Menschen, die ich nicht (mehr) mag.
Sind die Dinge dann zusätzlich noch ungeordnet, ist das Durcheinander im Innen und Außen so richtig komplett.
Dein Zuhause gibt dir keine Energie mehr, sondern ist zum Energiesauger geworden.
Wie beim kleinen Radlader auf meinem Foto. Du kannst noch so viel Gas geben. Es geht einfach nicht mehr weiter…
Kommt Dir das bekannt vor?
Dann ist es Zeit, wie bei den kleinen Bauarbeitern, auszusteigen, zu verschnaufen und sich einmal alles genauer anzuschauen:
Wo brauche ich was?
Wo will ich mich in meiner Wohnung erholen?
Wo arbeiten?
Was brauche ich wirklich?
Welche Dinge strahlen keine gute Energie aus?
Welche Dinge und Geschichten sollen mich in meinem Zuhause weiter begleiten?
Du denkst: „Die Dinge haben doch sooo viel Geld gekostet, hab ich von XY, damit wollte ich doch schon immer mal XY, usw… Kann ich doch nicht einfach so wegtun.“
Doch das kannst Du.
Warum?
Weil es DEIN Leben ist. Und DEIN Zuhause.
In DEINEM Zuhause soll es DIR einfach gutgehen.
Lass die Dinge, die du nicht mehr brauchst, weiterziehen.
Dann kannst Du wieder starten – in ein neues Leben mit mehr Leichtigkeit und Freude
und ZEIT für die schönen Momente im Leben :-)

Ordnung die bleibt:
Meine micro Aufräum-Challenge für jeden Tag!
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Reserviere dir 10 oder 15 Minuten jeden Tag
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Plane kurz was Du machen möchtest
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Stelle den Wecker
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Los gehts!
So gelingt es dir ...
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Übungssache: wähle dein Micro-Projekt so klein das es immer fertig wird!
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Beende Dein Micro-Projekt zügig nach dem Weckerklingeln
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Räume nur die Zeit, die Du Dir vorgeommen hast! So gerätst du nicht in Stress mit Deinem Tagesplan
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Räume so, dass es danach immer ordentlich aussieht!
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Werfe das, was du aussortiert hast, direkt in den Müll!
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Räume das, was gespendet werden soll in eine Tasche, die du zum Wegbringen an die Tür stellst!
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Bringe auch Sachen weg wenn es noch gar nicht so viel ist!
... und wenn Du von den 100 Dingen, die du ausgemistet hast, irgendwann eines vermisst
dann ist deine Erfolgsquote 99%
Das ist doch was ;-)

10 Dinge ziehen aus!
Ziehe eine Schublade auf und sortiere 3-10 Dinge aus.
Dazu eignen sich besonders Schubladen mit viel Kleinkram.
Am nächsten Tag ist das nächste Fach/Schublade dran.
So kommst du Stück für Stück durch die Kommode oder Schrank und am Ende der Woche hast Du das Gefühl es ist richtig was passiert.
Sortieren nach Kategorien
Begrenze das Aussortieren auf ein Thema:
Heute sind z.B. alle Socken, alle Gewürze, Stifte, Handschuhe, Leergut, Putzmittel usw. dran.
Suche z.B. alle Stifte, die du hast und lege sie auf einen Tisch. Wähle aus was du wirklich brauchst. Alles andere darf aus deinem Haushalt wieder ausziehen.
Falls Du zuviel von einer Kategorie hast und Dein Wecker klingelt, pack alles in einen Karton und mache am nächsten Tag weiter.


Nur 1 Fach/Schublade/Kiste
Du nimmst dir ein Fach/Schublade vor.
Überlege wofür die Schubalde sein soll: Socken, Tee, Kabel, Post, Werkzeug ... alles andere zieht heute um.
Suche für alles nur einen Ort an dem du die Dinge lagerst. Dann weisst du immer wo du die Sachen findest.
Hausputz
Auch hier hilft die Wecker-Technik
Nimm Dir z.B. in Fach in der Küche vor.
Alles raus, Putzen, alles wieder rein.
Nach 10 min. hörst Du auf und räumst alles wieder weg.
Du wirst sehen, die 10 min. gehen schnell vorbei und am Ende der Woche hast du die Küche/Raum geschafft.
